Gemeinde Mittelstetten
Gemeinde Mittelstetten
Mitarbeiter 30
Branche Öffentliche Verwaltung, Verteidigung
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Gemeinde Mittelstetten als Arbeitgeber

Schulstraße 9, 82293 Mittelstetten

Lange Zeit nach der Ersterwähnung des Ortes (788) schweigen die historischen Quellen. Erst in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts nennen sich verschiedene Personen als Mittelstettner. Nach einer in den Monumenta Boica veröffentlichten Urkunde aus der Zeit um 1300 waren die Herren von Mittelstetten "milites", also Ritter in Muotelinsten. Der Ortsname wurde wohl nach einem Personennamen gebildet und bedeutet Wohnstatt des Mutilo. Eine andere Deutung führt den Ortsnamen auf das althochdeutsche "muten" (Bergbau betreiben) zurück und bringt den Ortsnamen mit dem im frühen Mittelalter im Mittelstettner Gebiet gewonnenen Eisenerz in Verbindung. Das Wasser aus Mittelstettner Hausbrunnen ist übrigens heute noch stark eisenhaltig.

Auch das Zisterzienserkloster Fürstenfeld erhielt schon bald nach seiner Gründung Güter in Mittelstetten übertragen. So vertauschte Kloster Fürstenfeld 1295 einige Güter in Mittelstetten und Merching, um für St. Leonhard in Inchenhofen das Pfarrrecht zu erhalten. Um 1500 gehörten dem Kloster Fürstenfeld die Taverne und drei weitere Höfe in Miedlsten, das heute noch von den Mittelstettner Mialstehn genannt wird. Für 1440 ist ein Dorfgericht bekundet. Die Mittelstettner Tafernwirtschaft galt als eine der wichtigsten Stationen zwischen München und Augsburg. Im 17. Jahrhundert kehrten beim Postwirt viele gekrönte Häupter ein, unter anderem auch Napoleon!

Die Grafen Hundt zu Lauterbach sahen im 16. Jahrhundert Mittelstetten als geschlossene Hofmark an. 1792 übergaben die Freiherren Ruffini ihre Rechte in Mittelstetten an den Kurfürsten; Mittelstetten wurde damit landgerichtsunmittelbar.


Das Wappen von Mittelstetten zeigt ein durch einen silbernen Pfeil gespaltenes rotgrünes Schild. Vorne ein halber Flug, hinten ein schmaler silberner Wellenbalken, überdeckt von einer aufrechten Heugabel, deren Stiel aus einem silbernen Spatenblatt wächst. Vieles von dem, was die Gemeinde Mittelstetten und deren Gemeindeteile aufzuweisen haben, ist in dem 1982 angenommenen Gemeindewappen enthalten: der Flug als Herrschaftszeichen der in dieser Gegend sehr vermögenden Grafen Hundt von Lauterbach, der Pfeil als das Attribut des heiligen Martyrers Sebastian, des Patron der Kirche zu Oberdorf, eine Heugabel für die weitestgehend landwirtschaftliche Struktur des Gebiets, ein Spatenblatt für den historischen Abbau von Raseneisenerz und nicht zuletzt der Wellenbalken als Sinnbild für das Quellgebiet der Glonn. Mittelstetten hat derzeit ca. 880 Einwohner.


Mittelstetten ist die norwestlichste Gemeinde im Landkreis Fürstenfeldbruck und bildet im Norden und Westen die Grenze zum schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg. Mit rund 1630 Einwohner hat sich aus den ehemaligen Gemeinden Mittelstetten und Tegernbach eine noch gut überschaubare Einheit gebildet. Als die nach Mamendorf flächenmäßig zweitgrößte Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Mammendorf hat sie sich ihr ländliche Struktur bewahren können. Dieser offenen und natürlich wirkende Siedlungscharakter wird insbesondere auch durch die breitgestreute Anordnung der Ortsteile Tegernbach, Vogach, Längenmoos, Oberdorf und Hanshofen geprägt. In den dazwischenliegenden Bereichen erstrecken sich große Wälder, Wiesen und Äcker. Eine Besiedelungsdichte von lediglich 80 Einwohner ja Quadratkilometer lässt ein freies Leben auf dem Land mit einem hohen Erholungswert zu, dazu zählen auch ein äußerst moderner 18-Loch-Golfplatz in Tegernbach, ein Reiterhof in Vogach und ein Reitstall in Hanshofen. Es gibt 19 Vereine und ein intaktes Gemeinschaftsleben.

Der ehemalige Pfarrhof aus dem 18./19. Jahrhundert, einige Kapellen, eine Mühle in Vogach aus dem 18. Jahrundert und die genannten Gotteshäuser gehören zu den denkmalgeschützten Gebäuden im Gemeindegebiet. In der Gemeinde sind rund 35 Gewerbe- und etwa 15 Handwerksbetriebe zu Hause, sowie ein kleiner Lebensmittelladen, eine Bank- und eine Postfiliale und zwei Gasthäuser.

Auch ohne unmittelbare Anbindung an Bundesstraße und Bundesbahn hat sich Mittelstetten zu einem attraktiven, traditionell geprägten Wohngebiet im Schnittpunkt zwischen Oberbayern und Schwaben entwickelt.

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